Studieren in Melbourne - Studium in Victoria - Auslandsstudium in Australien

Studium in Australien

Deakin University - Universität in Melbourne
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Institut Ranke-Heinemann

 

Erfahrungsberichte - Deakin University / Australien


Jan Schnedler: Jura [7/2007 - 7/2008]
Nadine Sölch: Psychologie [2/2005 - 7/2005]
Tina Krauss: Kulturwissenschaften [2/2005 - 7/2005]
Hajo Zickermann: - [7/2003 - 7/2004]
Claudio Kullmann: Politikwissenschaft/ Geschichte [7/2003 - 12/2003]

Erfahrungsbericht - Jan Schnedler



Erfahrungsbericht Melbourne an der Deakin University

Acht Stunden sind kein Tag

Von Jan Schnedler, Melbourne und Hamburg

Voller Vorfreude saß ich auf dem London Hongkong-Flug neben einem älteren Ehepaar aus Australien, die ich gleich anquatschte. Eine Unterhaltung war aber nicht so ganz einfach, da die beiden einen ziemlich krassen Aussie-Akzent hatten. Meistens konnte ich nur wissend lächeln und nicken. Das wird ja toll, dachte ich nur. Wie ich später heraus stellte, hatten die beiden aber einen extremen Akzent und ich hatte keine Probleme die Australier zu verstehen.

Während des Fluges schwante mir schon, dass ich einen Fehler gemacht haben könnte. Bei der Landung wurde es dann Gewissheit. Ich hatte meiner Uni mitgeteilt, dass ich am 09. in Melbourne ankommen werde, was auch auf meinem Ticket stand. Ich hatte gedacht, dass es an der Zeitumstellung liegen muss, dass ich am selben Tag ankomme an dem ich auch los geflogen bin. War aber nicht so, wie ich von dem Ehepaar in Erfahrung bringen konnte. Das bedeutete, dass kein Abholservice der Uni auf mich wartete. War aber halb so wild, ich hatte eine Nummer die ich anrufen konnte. Das Ehepaar fragte mich, ob ich einen Platz habe wo ich heute Nacht bleiben könnte und boten mir an, bei ihnen in Melbourne eine Nacht zu verbringen. Fand ich sehr nett, brauchte ich aber nicht wie ich dachte, da die Deakin Uni ja ein Zimmer im Greenhouse Backpacker reserviert hatte. Am Flughafen habe ich dann den Pickup-Service der Uni angerufen (sollte eigentlich 50 Dollar kosten falls man Änderungen nicht mitteilt, wurde mir aber nie in Rechnung gestellt), der mich mit einer Limo in den CBD gebracht hat.

Ich habe sofort den ersten dummen Anfängerfehler begangen und wollte auf der falschen Seite einsteigen. „It is Australia, man, or do you want to drive“. Der Fahrer ein junger türkischstämmiger Aussie war sehr freundlich und hat mir gleich ein wenig von Melbourne erzählt: Gute Frauen, Clubs und so. Im Greenhouse Backpacker ergab sich das nächste Problem: Die Reservierung war für den vorherigen Tag und daher storniert worden, außerdem war das Hostel ausgebucht. Ich habe den Uni-Koordinator angerufen (selbst um 24 Uhr erreichbar), der mir gesagt hat, dass gleich um die Ecke noch ein Hostel ist, in dem ich es versuchen sollte. Im Flinders Station Hotel Backpackers habe ich dann ein Zimmer bekommen. Weil ich etwas angepisst, müde und leer war habe ich mir für die ersten beiden Tage ein Einzelzimmer gebucht: Bett, Schrank, Fernseher, geschätzte 5 qm macht 65 Dollar am Tag. Das Zimmer hatte auch keine Heizung, die vorhandene Decke reichte nicht aus um mich ausreichend zu wärmen, ich war froh meinen Daunenschlafsack mitgebracht zu haben. Melbourne ist im Juli unheimlich kalt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so kalt ist, obwohl es abends noch circa 8 Grad hat, friert man mehr als in Deutschland, hatte ich jedenfalls das Gefühl. Eine dicke Winterjacke ist ein Muss, ich musste mir immer 4-5 Zeugschichten anziehen.

Morgens habe ich dann den nächsten Anfängerfehler gemacht, hätte mich mal auf Australien vorbereiten sollen: Ich habe mir einen Nutellaersatz namens Vegemite (http://de.wikipedia.org/wiki/Vegemite) auf mein Toast geschmiert. Nutellaersatz wie ich zumindest dachte, halt 'ne Australische Nuss-Nougatcreme. Jeder Australier und zumindest jeder etwas vorbereitete Tourist, kennt wohl Vegemite. Ich nicht. Man kann sich echt nicht vorstellen, was das für ein Gefühl ist, wenn man in ein gedachten Nuss-Nougat-Toast beißt und den Geschmack eines Toast geschmiert mit einer halben Zentimeter dicken intensiven Maggie-Creme bekommt. Ich wusste die ersten 2 Sekunden nicht was los war, als ich realisierte, dass es der Toast war, musste ich den Bissen ausspucken. Wissendes Gelächter: „First day, huh?“

Wie ich schnell herausgefunden habe, war das Hostel nicht besonders sauber und eine ziemliche Absteige. Ich bin am nächsten Tag gleich wieder zum Greenhouse gegangen und habe ein Zimmer gebucht, leider war das erste freie Zimmer erst in 4 Tagen zu haben.

Am nächsten Tag hat mich ein Enrolment Officer vom Hostel abgeholt und zur Uni gebracht. Die Deakin-Uni (Burwood Campus) sah erst mal schäbig aus, ich wurde in dreckige containerartige Holzbaracken gebracht. Allerdings ist die Uni zu diesem Zeitpunkt gerade umgezogen hat den Campus in Toorak geschlossen und einige Gebäude waren noch im Bau. Mittlerweile sieht die Uni sehr viel schöner aus.

Dann wurden mir unzählige bunte Zettel in die Hand gedrückt aber wenig weitergeholfen. Eine Asiatin halb so alt wie ich und in gebrochenerem Englisch als ich es sprach, wusste auch nicht so genau was sie da machte, hat sich aber immer entschuldigt und ist zu irgendeinem Koordinator gerannt und kam mit Antworten wieder mit denen ich nicht so richtig was anfangen konnte. Ich habe mir dann alle nötigen Informationen aus den bunten Zetteln herausgesucht.

Am Nachmittag musste ich mich dann in der Turnhalle einschreiben. Ich war ehrlich gesagt ein wenig geschockt als ich zur Turnhalle kam, ich war nämlich so weit ich sehen konnte der einzige Nicht-Asiate. Dies war für mich zunächst sehr ungewohnt, weil ich es nicht erwartet hatte. Wie ich später rausgefunden habe, sind die postgradualen Kurse tatsächlich vorwiegend von Asiaten besucht, an anderen Unis (La Trobe, RMIT and Melbourne Uni) ist der Prozentsatz vielleicht ein wenig geringer. In den Kursen sind dann doch nur ca. 80 Prozent Asiaten gewesen. Am Anfang fühlt man sich vielleicht ein wenig verloren und es ist ungewohnt, aber mittlerweile habe ich viele asiatische Freunde (aus Thailand, Indien, Pakistan, Japan, China, Malaysia, Vietnam, Indonesien) und eine Freundin aus Thailand.

Nach der ersten Vorlesung sind auch gleich 2 Indonesier auf mich zugekommen und haben mir die Computerräume gezeigt mir beim Erstellen der Accounts geholfen und mit mir meine Bücher zusammengesucht. Die Study-Guides waren kostenlos, Bücher (ziemlich teuer 100-200 $) habe ich mir bis jetzt nicht gekauft und auch nicht gebraucht. Wenn ich Bücher brauchte, habe ich sie mir in der Library ausgeliehen. Allerdings habe ich später alle dicken Bücher für meine Kurse bei einem Freund in Schrank gesehen, was auch ganz schick aussieht.

Am dritten Tag habe ich eine Spanierin getroffen, die in Greenhouse wohnte und mich abends eingeladen hat, mit ihr und einem anderen Deutschen und einem Franzosen mit in eine Bar zu kommen.

Die ersten 2-3 Tage können ein wenig einsam sein, wenn man alleine zur kalten Jahreszeit kommt und noch mit dem Jetlack kämpft, alles noch ungewiss ist und irgendwie auch keiner kompetent helfen kann. Guter Kaffee morgens und abends ein Bierchen helfen aber.

Ich habe ein Bankkonto bei der Westpack (kann man mit der Deutschen Bank EC Karte umsonst abheben) eingerichtet und ein Prepaid Handy gekauft. Alle Anbieter außer Telstra sind eigentlich ziemlich gut. Ich wusste es nicht und habe Telstra genommen. Abends habe ich dann die Spanierin und 2 Deutsche (study abroad: RMIT und Melbourne Uni) einen Franzosen (internship bei der französische Handelskammer, wohnte seit 4 Monaten im Hostel) und einen Holländer (Schauspiel-Student) getroffen. Wir sind uns dann gepflegt in einer Bar einen reinpicheln gegangen und haben uns so schnell besser kennengelernt. Wir haben Nummern ausgetauscht und uns immer wieder abends oder auch tagsüber getroffen.

Ein wenig geschockt war ich über die Alkoholpreise, genau wie die Zigarettenpreise. Meine beiden größten Posten in Australien. Eine Runde Kurze und man ist einen Fuffi los: Habe den Barkeeper zwar erwartungsvoll angesehen, kam aber nichts zurück. Habe es später noch öfters versucht, aber viel gibt es nie zurück. Den teuersten Kurzen (Absinth), habe ich im Croft Institut für 24! Dollar getrunken. Wer Honig trinken will, muss das Stechen der Bienen wohl ertragen.

Die nächsten 3 Wochen habe ich eine Wohnung gesucht und mir ungefähr 30 Wohnungen angeguckt, wovon 20 absolut unakzeptable waren. Alle Melbourne Neulinge hatten ziemliche Probleme, eine Wohnung zu finden. In Melbourne sind die Mietpreise explodiert und alle suchen zur selben Zeit, wenn das Semester anfängt. Fast alle Freunde von mir die Citynah wohnen bezahlen ca 200 Dollar die Woche plus bills (Nebenkosten). Ich habe eine schöne WG im 18. Stock in South Melbourne gefunden. Die Wohnung hat einen wundervollen Blick über die City und das Meer, ein Fitnesscenter und einen Parkplatz (197 $/Woche). Nächste Woche werde ich allerdings umziehen, komme mit meinem Mitbewohner nicht so gut klar und will auch lieber mit Freunden zusammenleben.

Ich bin drei Tage nachdem die Orientation-Week bereits angefangen hatte angekommen. Kann ich keinem weiter empfehlen; man sollte mindestens 2 Wochen vorher in Melbourne ankommen, damit man sich in Ruhe ein Zimmer suchen kann.

Ich habe mir ein kleines Auto gekauft, es aber ehrlich gesagt bereut, die Nebenkosten sind vergleichbar mit Deutschland und ich fand das Nahverkehrssystem ziemlich gut. Außerdem gibt es immer Probleme mit Parkplätzen.

Des Weiteren konnte ich zu Beginn des Semesters überhaupt nicht einschätzen, was in der Uni von einem erwartet wird. Die Unis tun so, als ob der Anspruch an einen extrem hoch ist, man wird nur so zugeballert mit Merkblättern und Kursen zu den hohen Anforderungen: Academic writing, Plagarism (jede Hausarbeit wird mit einem Computerprogramm (Turn-it-in) gescannt, um herauszufinden, ob man von anderen, Büchern oder Internetseiten kopiert hat), Citation (wie man richtig zitiert, für Jura gibt es z.B. eine andere Zitierweise als für Business). Es gibt einen 130 Seiten lange Anweisung (Legal Guide of Citation).

Hörte sich demnach am Anfang ziemlich gewaltig an, ist aber alles gut machbar. Ich hatte vier Credits und musste fast 40.000 Wörter im ersten Semester schreiben. Zehn Hausarbeiten (= Assignment), Powerpoint-Presentations und ein Examen (Abschlussklausur). Es ist auch tatsächlich (zumindest im Master of Law) ein unheimlicher Arbeitsaufwand, den die Uni erfordert. Man hat 4 x 3 Stunden Unterricht die Woche und muss nebenbei die ganzen Hausarbeiten usw. schreiben. Ich war eigentlich jeden Tag mit der Uni beschäftigt, habe mir aber das heilige Wochenende immer frei gehalten. Man wird leider ziemlich allein gelassen, was die wirklichen Anforderungen und das Format der Hausarbeiten angeht. Allerdings bekommt man auch sehr gute Noten, wenn man sich viel Mühe gibt. 4 Credits sind eine ganze Menge, wenn es geht sollte man versuchen 3 Credits pro Semester zu machen. Auch über Advanced Standing sollte man nachdenken, wenn man bereits postgraduierte Kurse belegt hat, ich habe im zweiten Semester einen Kurs weniger und spare dadurch fast 2500 Dollar. Wenn man nicht Jura studiert sind es meistens weniger Hausarbeiten, dafür hat man aber mehr Abschlussklausuren, die das Ende des Semesters echt stressig machen können. Mein Examen war ein Open-Book-Examen, was bedeutet, dass man alle Notizen und Bücher mit in die Prüfung nehmen darf. Hört sich ziemlich gut an, das Problem ist dann nur die Zeitnot, weil man kaum Zeit hat, etwas nachzuschlagen. Das Semester ist relativ kurz, anschließend hat man in November dann Semesterferien. Das neue Semester fing bei mir erst wieder Anfang März an, so dass man die Ferien richtig genießen und reisen kann.

In den Ferien habe ich mit acht Freunden eine Woche die Great Ocean Road und die Grampiens bereist. Außerdem war ich mit fünf Freunden zwei Wochen in New Zealand und habe mit zwei Freunden die East Coast von Australien für 4 Wochen bereist. Alle Reisen waren eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde, es war eine unheimlich schöne Zeit, allerdings auch nicht ganz billig.

Mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen und als allgemeines Fazit kann ich festhalten: Ein wenig holprig am Anfang, aber eine Lebenserfahrung die zu den unvergessenen Highlights (m)eines Lebens werden.

Abschließend einige Tipps, die ich in einem halben Jahr Melbourne herausgefunden und entdeckt habe:

Bars, Clubs and Discos:
Melbourne ist eine unheimlich schöne Stadt. Viele versteckte Bars und Clubs. Leider machen viele Bars bereits um zwei Uhr zu, so dass erst mal Bars finden muss, die auch länger offen haben.
Gut feiern kann man in Fitzroy:
Night Cat http://www.thenightcat.com.au/ und
Black Cat http://www.theage.com.au/news/bar-reviews/the-black-cat/2005/10/18/1129401241496.html
Black Pearl http://www.theage.com.au/news/bar-reviews/black-pearl/2006/11/16/1163266699637.html

City (CBD): Lounge nach 2 Uhr (unten umsonst oben 12 Dollar Sa) http://www.lounge.com.au/, Croft Institut http://www.thecroftinstitute.com.au/ (Eintritt),
Rooftop Bar and Cookies. Das Cookie ist eine Bar und Restaurant, im 2ten Stock ist ein Club und auf dem Dach ist eine einmalige Rooftop-Bar. http://www.totaltravel.com.au/travel/vic/melbournearea/innermelbourne/entertainment/bars/cookie
Gin Palace (stilisch), super Cocktails http://www.melbournepubs.com/v/303/
Transport, auf dem Federation Square, immer voll, laut und busy www.transporthotel.com.au/

Chapel Street in South Yarra;
Revolver, Club, sehr lange auf: http://www.revolverupstairs.com.au/

Carlton: Pugg Mahones immer voll mit vielen Studenten, lauter Partyschuppen: http://www.puggs.com.au/.

Restaurants:
Kleine romantische Restaurants in der Degrave Street and Hardware Lane.
Nandos ist ein leckeres Hähnchen-Restaurant.
Billiges, leckeres Essen in zahlreichen Restaurants in China Town. (The Age Cheap Eats 2007 (Restaurantführer) is available from The Age Shop, ground floor, 250 Spencer Street, Melbourne, for $22.95).
La Camera ist ein noch bezahlbarer Italiener in South Gate mit schönen Blick auf den Yarra River: http://www.lacamerasouthgate.com/.
Für ganz besondere Anlässe gibt es ein Restaurant in einer Tram, die während des Dinners durch die City and Suburts fährt. http://www.tramrestaurant.com.au/onboard_frame.htm
Max Brenner Chocolate Bar in the QV Square, beste süße Naschereien.

In den Docklands gibt es mehrere gute Restaurants, die alle einen Crazy Tuesday haben, an dem man nur die hälfte der Speisen bezahlt. http://www.docklandsmelbourne.com.au/restaurant_directory.htm


Internet/Lernen:
State Library hat kostenloses wireless Internet und viele Computer wo man 15 umsonst surfen kann, außerdem ist es schön dort zu lernen, man ist in einem alten Gebäude direkt in der City http://www.melbourne.vic.gov.au/info.cfm?top=146&pg=1121.
In der City Library kann man sich DVD und CD´s umsonst ausleihen und umsonst im Internet surfen http://www.citylibrary.org.au/homepage.htm (Flinders Lane).


Highlights in Melbourne: Picknick im Botanic Garden, Grillen am Yarra River, Australien Open (im Januar kann man auch auf dem Federation Square auf einer Großleinwand sehen) Springkarneval (Horserace), Formel Eins, St. Kilda Beach im Sommer und St. Kilda Festival im Februar. Winetour durch das Yarra Yalley, Great Ocean Road, Grampians, Mornington Pennisula, Philip Island sind tolle 1-3 Tages Ausflüge.
Eureca Tower, Aussichtsplattform mit einmaliger Sicht über Melbourne www.eurekatower.com.au
In Melbourne findet alljährlich das Finale der Australien Football League (AFL) im Melbourne Cricket Ground (MCG) statt. Man sollte sich einmal ein Spiel angesehen (Studentenermäßigungen).

Flüge
Billige Flüge und Hotels bis zu 70 % reduziert in ganz Australien und New Zealand gibt es auf www.flightcentre.com.au
Außerdem fliegt seit Ende 2007 Tiger Air von Melbourne (billigste Airline). Der Skybus http://www.skybus.com.au/ ist der billigste Weg um vom Flughafen in die City zu kommen (15 $). Peter Pan Reisebüro hat wohl die günstigsten East Coast Reisen.

Wer auch Reisen will, kann sich schon mal Eindrücke gewinnen unter www.peterlik.com.au
einmalige australische Landschaften, Galerien in Sydney, Cairns unbedingt hingehen.

Shoppen:
Aldi ist auch hier der billigste Supermarkt (Franklin Street,CBD) zumindest für Vodka 23 Dollar und eine Kiste Bier 27 Dollar.
Der Victoria Market ist billig, frisch und gut, kurz bevor der Markt schließt, werden die Preise beim Fleisch usw. meistens reduziert.
Im Sommer gibt es außerdem Mittwoch den Night Market18 bis 22 Uhr, mit Delikatessen aus aller Welt, live Musik und einen Bierchen in der Hand, eine sehr nette Erfahrung http://www.qvm.com.au/night_market.php
DFO (Direct Factory Outlet) www.dfo.com.au/ billige Anziehsachen, gibt es drei mal in Melbourne.
Einigermassen billige Möbel: Ikea: www.ikea.com/ms/en_AU
Auf der gumtree Internetseite kann man alles mögliche gebraucht finden z.B. Möbel, Fahrräder www.melbourne.gumtree.com.au

Jetta transportieren billig von Australien nach Deutschland Übergepäck per Flugzeug www.jetta.com.au, Wird zuhause in Melbourne abgeholt, muss aber in den deutschen Flughafen abgeholt werden.

Fortbewegung:

Ich fand es leichter ein Auto von einem Händler zu kaufen, die Händler machen dann den ganzen Papierkram und es gibt gesetzliche Garantien. Linksverkehr, in der City (CBD) die Besonderheit des Hookturns http://goaustralia.about.com/od/practicalinformation/a/hookturn.htm, viele Blitzer und Alkoholkontrollen, extreme Strafen auch für falsch parken. Citylink ist kostenpflichtig muss über das Telefon oder Internet spätestens 3 Tage nach der Fahrt bezahlt werden. www.citylink.com.au
Für Trams, Busse und Trains gibt es ein Wochenticket, Monatsticket und 10 Times Ticket; wenn man nach sechs Uhr entwertet ist das 2-hour-Ticket bis drei Uhr morgens gültig. www.metlinkmelbourne.com.au/

Joggen gehen kann man gut citynah beim Botanic Garden, eine Runde um den Botanic Garden sind 4 Kilometer.


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Erfahrungsbericht - Nadine Sölch



Dank der unschätzbaren Hilfe von Ranke-Heinemann konnte ich im Februar 2005 für ein Semester in Melbourne an der Deakin University studieren! Vielen Dank!

Vorab: Finanzierung und Visum
Falls ihr auf Auslandsbafög angewiesen seid, so seid euch bewusst, dass ihr unter Umständen erst einen Bescheid und Geld bekommt, wenn ihr schon einige Monate in Australien seid. So ist es zumindest bei allen Leuten, die momentan in Australien sind. Aber ich hoffe, dass das Auslandsbafög-Amt den Andrang bei späteren Jahrgängen besser in den Griff bekommt.
Was das Studentenvisum betrifft, macht eure Bewerbung auf jeden Fall mit der richtigen Nummer des Reisepasses und nicht des Personalausweises (wie ich, was mir eine Menge Ärger eingebracht hat). Falls ihr für zwei Semester bleiben wollt, dann kümmert euch besten schon 2-3 Monate eher um einen Termin für die unumgängliche ärztliche Untersuchung, da die zuständigen Ärzte unter Umständen recht späte Termine anbieten.

Die ersten Tage & Wohnungssuche
Ohne Frage waren meine ersten Tage in Melbourne sehr aufregend. Ich hatte mir ein Bett in einem Hostel, dem GreenhouseBackpackers reserviert, in dem ich 10 Tage geblieben bin, bis ich ein Zimmer gefunden hatte. Andere hatten sich schon vorab über die Uni eine Unterkunft besorgt, sei es on- oder off-Campus in einer Art Studentenwohnheim, was recht teuer ist, aber natürlich jeglichen Stress mit der Zimmersuche erspart. Ich kann dennoch wärmestens weiterempfehlen, die ersten Tage in einem Backpackers zu verbringen, denn dort lernt man jede Menge Leute kennen und man kann zur Not auch dort für free accomodation arbeiten. Ich selbst habe in den ersten Tagen gar nicht nach einer Wohnung gesucht, und als ich dann angefangen hatte, ging es recht schnell. Die Deakin Uni hat mir sehr mit der Suche geholfen und mich sogar zu den verschiedenen Wohnungen gefahren. Die vierte Wohnung habe ich genommen. Für unschlagbare 80$ die Woche ich zu einem jungen australischen Päärchen nach Kew gezogen. Lasst euch allerdings nicht von dieser Miethöhe täuschen, denn ich habe niemand gefunden, der weniger bezahlt hatte. Tatsächlich schwankten die Mieten, von denen ich gehört hatte, im Bereicht von 85$-145$.

Melbourne
Melbourne ist laut offiziellem Ranking eine der lebenswertesten Städte der Welt. Man merkt auch schnell, dass die Einwohner sehr zufrieden und glücklich zu sein scheinen und unheimlich freundlich und aufgeschlossen sind. Melbourne ist bekannt für seine vielen Festivals und als Student kann man kostenlos viele gute Museen besuchen. Die zahlereichen Stadtbibliotheken sind auch kostenlos. Mir ist in meinen ersten Tagen besonders aufgefallen, dass die Stadt sehr grün ist. Überall stehen Bäume und es gibt viele gepflegte Parks. Alles in allem wirkt die Stadt recht geordnet und manchmal konnte ich mich dem Gedanken nicht entziehen, es wirkte schon fast „perfekt“. Der City Business Distrikt repräsentiert wahrscheinlich das, was man von Melbourne erwartet: in den Himmel ragende Bürogebäude, die Flinders Station und inmitten der Yarra River. Das alles ist wirklich großartig, und ich habe es jedes Mal genossen in der City zu sein. Was ich jedoch nicht erwartet hatte, ist, dass die City im Verhältnis zum Rest von Melbourne wirklich winzig ist: von dem laut Lonely Planet 8806 km2 großen Melborne entfallen nur knapp 2 km2 auf die City (!).
Wenn ihr also eine Wohnung/Zimmer sucht, dann am besten in den sogenannten „inneren“ Suburbs. Ich selber habe in einem entfernteren Suburb namens Kew gewohnt. Kew ist zwar nur 25 Minuten mit der Tram von der City entfernt, aber das Leben hier fühlt sich meiner Meinung nach ganz anders an. Es gibt fast ausschließlich einstöckige Einfamilienhäuser, Haus an Haus. Die Hausnummern gehen regelmäßig bis 1000 und außer riesigen Schulanlagen, Supermärkten und eben Häusern gibt es nicht so viel. Ach ja, Autos, Autos, Autos… Schätzungen zufolge 1.5 Millionen davon.
Wie auch immer, die „City of Melbourne“ ist toll und die Stadt ist definitiv ein idealer Ausgangspunkt für Reisen, z.B. an die Great Ocean Road, auf diverse Inseln und vor allem nach Tasmanien!


Uni & Studium
Ich habe als Study Abroad Student an der Deakin University am Burwood Campus studiert. Leider ist der Campus ca. eine Stunde mit der Tram von der City entfernt. Das heißt natürlich, man kann sich voll und ganz auf die Uni konzentrieren. Für mich neu war, dass der Campus alles hatte, was man zum Leben braucht: einen Foodstore, einen Bookshop, sehr gute Computerzugänge, Entertainment wie Livebands, einen Pub, … und Hörsäle natürlich. An der Deakin Uni gibt es sehr viele internationale Studenten und diese werden auch exzellent betreut. Das Studium ist im Gegensatz zu deutschen Unis stark strukturiert und sehr anwendungsorientiert, was vielleicht eher den deutschen Fachhochschulen nahe kommt. Dadurch weiß man von Anfang an, was von einem erwartet wird und das macht es recht einfach. Allerdings muss man sehr viel Zeit dafür investieren, zuhause die wirklich dicken Reader zu wälzen. Ein Punkt noch, der mir wichtig erscheint: wenn ihr noch etwas Freizeit neben dem Studium haben möchtet, dann denkt darüber nach, nur drei statt vier Units zu belegen.

Zusammengefasst
Es war eine unbezahlbare Erfahrung, ein halbes Jahr fast am anderen Ende der Welt zu leben. Ich habe hier viel über Immigration und die australische Identität lernen können und gesehen, dass die Menschen auch ohne unnötige Bürokratie glücklich leben können. Schon die australische Mentalität allein ist es wert, hier zu studieren.
Trotzdem, das Leben in Melbourne ist nur eine Geschichte, und das Reisen ist eine andere!

Nadine Sölch


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Erfahrungsbericht - Tina Krauss



Erfahrungsbericht


Im Februar diesen Jahres ging für mich endlich ein langersehnter Traum in Erfüllung: Ich würde für ein halbes Jahr in Australien leben, studieren und reisen. Obwohl die Vorbereitung meines Auslandssemesters aufwendig war, haben sich doch alle Mühen mehr als gelohnt. Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht kann all denjenigen einige Tipps geben, die das Gleiche vorhaben.

1.) Planung

Ungefähr ein Jahr, bevor ich mein Auslandssemester absolvieren wollte, habe ich mit den Vorbereitungen begonnen. Es ist wirklich ratsam, genügend Zeit dafür einzuplanen, um spätere Enttäuschungen über verpasste Deadlines etc. zu vermeiden. Nehmt euch Zeit für die Auswahl der Uni und informiert euch über evt. Austauschprogramme eurer Uni in Deutschland. Wer es schafft, in ein solches Programm aufgenommen zu werden, darf in die Luft springen und laut „hurra“ rufen, denn dann übernimmt die Uni i.d.R. die (nicht wirklich studentenfreundlichen) Studiengebühren und hilft bei der Organisation. Wer nicht das Glück haben sollte, muss selbst alles arrangieren. Aber keine Sorge! Das klingt schlimmer, als es ist! Ich will zwar keine Schleichwerbung machen, aber ich empfehle trotzdem jedem, die Angebote vom Institut Ranke-Heinemann in Anspruch zu nehmen und euch dadurch viel Papierkram zu ersparen.

2.) Finanzierung

Die Finanzierung sollte schon von Anfang an geklärt sein, denn ein großer Teil der Gesamtkosten fällt schon vor dem eigentlichen Studienbeginn an. Dazu gehören z.B. die hohen Studiengebühren und die Flugkosten. Die Lebenshaltungskosten in Australien entsprechen etwa denen in Deutschland, trotzdem ist es besser, vorsichtshalber etwas mehr einzuplanen. Wer viel reisen möchte, sollte auch dafür noch finanziell „gewappnet“ sein. Noch ein Hinweis für diejenigen, die auf Auslandsbafög angewiesen sind: Obwohl die Anträge spätestens 6 Monate vor Beginn des Auslandssemesters beim Bafögamt des Studentenwerks Marburg vorliegen müssen, erfolgt die Auszahlung erst nach der offiziellen Einschreibung an der Uni, also zu einem Zeitpunkt, zu dem ihr schon in Australien seid. In meinem Fall habe ich das Geld erst 4 Wochen vor meinem Rückflug erhalten. Deshalb verlasst euch lieber nicht zu sehr auf die überaus freundlichen, hilfsbereiten und schnellen Mitarbeiter des Studentenwerks Marburg und macht euch auf einen endlosen Papierkrieg gefasst.

3.) Melbourne

Melbourne gilt zwar als eine der „europäischsten“ aller australischen Städte, aber mal abgesehen von einigen alten viktorianischen Bauten hat mich persönlich nicht so viel an europäische oder gar deutsche Großstädte erinnert. Aber das macht Melbourne umso attraktiver! Die Stadt erstreckt sich entlang des Yarra River und besticht durch sehr viel Grün und ihre unterschiedlichen Stadtteile. Das Zentrum ist rasterförmig angelegt und somit auch für Orientierungslose leicht zu erkunden. Die inneren Stadtteile, wie z.B. Fitzroy, Richmond, Prahran oder South Yarra zeichnen sich durch eine hohe Restaurant-, Café-, Kneipen- und Clubdichte aus und sollten von allen Nachtschwärmern gründlichst „untersucht“ werden. Mein Favorit ist immer noch das bunte St.Kilda, direkt am Strand!
Typisch für alle australischen Großstädte sind die ausgedehnten Vororte, die sich direkt an das Zentrum anschließen und kilometerweit hinziehen. Per Zug, Tram oder Bus sind alle Vororte mit dem Zentrum verbunden. Nicht so toll sind allerdings deren Preise! Deswegen sollte jeder Student, sobald er an der Uni offiziell eingeschrieben ist, eine „Concession Card“ beantragen, mit der man zum halben Preis fahren kann. Ein weiterer Nachteil der öffentlichen Verkehrsmittel ist, dass sie meist nur tagsüber verkehren. Die Tram fährt beispielsweise nur bis ca. 11 Uhr abends. Wer nachts unterwegs ist, sollte sich überlegen, ob vielleicht eher ein Taxi in Frage kommt. Das ist übrigens nicht so teuer wie in Deutschland, vor allem, wenn man die Kosten mit anderen Leuten teilt.

4.) Deakin University

Ich habe mich für die Deakin University im Melbourner Vorort Burwood entschieden und habe diese Wahl auch nicht bereut. Was mir besonders an der Uni gefallen hat, ist die gute Betreuung der ausländischen Studenten, die Serviceorientierung und der lockere Umgang von Professoren und Studenten. Am Anfang fand ich es schon komisch, meine Professoren mit dem Vornamen anzusprechen, aber nach einer Weile gewöhnt man sich auch daran.
Der Hauptcampus in Burwood ist wirklich riesig und es ist ratsam, sich den Lageplan der Gebäude runterzuladen, damit man am ersten Tag auch am richtigen Ort ankommt. Der Campus bietet alles, was das Studentenherz begehrt: Caféterien und Einkaufsmöglichkeiten, ein Fitnesscenter, Ruheräume, PC-Pools etc. sowie unzählige kostenlose Serviceangebote, wie z.B. Workshops zur Verbesserung der akademischen Fähigkeiten, Karriereplanung, Rechtsberatung usw. Kostenlos ist auch der Besuch eines Arztes oder einer Krankenschwester im Gesundheitszentrum.
Nicht verpassen solltet ihr weiterhin den „Orientation Trip“, der ebenfalls kostenlos für alle neuen internationalen Studenten angeboten wird. Auf dieser 3-tägigen Reise während der Einführungswoche geht es entweder nach Lorne an der Great Ocean Road (Semester 1) oder in die Grampians (Semester 2). Hier bekommt ihr viele wichtige Infos rund um Uni und Studium, lernt viele andere Gaststudenten kennen und bekommt gleich zu Beginn eures Aufenthaltes die Möglichkeit, Australiens wunderschöne Landschaften zu erleben.

4.) Studium

Das Studium an der Deakin University fiel mir überraschenderweise leichter als erwartet. Trotz Sprachschwierigkeiten und ungewohntem Uni-System gewöhnt man sich doch schnell ein. Ich war an der Faculty of Arts eingeschrieben, an der es eigentlich recht locker zuging. Auch die Benotung war weniger streng, als ich es aus Deutschland gewohnt war. Um als Vollzeit-Student anerkannt zu werden, muss man 3-4 units (= Lehrveranstaltungen) belegen. Wenn es eure Uni in Deutschland erlaubt, empfehle ich, euch nur für 3 units einzuschreiben, dann habt ihr mehr Freizeit und könnt euch den schönen Dingen des Lebens widmen ;o)! Ein unit setzt sich i.d.R. aus einer Vorlesung und einem Tutorium zusammen, die unterschiedlich lang sein können. Eigenständiges Lernen und Arbeiten wird groß geschrieben an der Deakin University, aber die Professoren und Mitarbeiter sind meistens ganz nett und helfen auch bei Problemen. Die Studienleistungen werden in Form von Essays, Tests oder Klausuren erbracht, auch Gruppenarbeiten sind vor allem bei den Professoren der Wirtschafts-wissenschaften sehr beliebt.

5.) Wohnung

Eine Unterkunft in Melbourne zu finden, ist gar nicht so schwer, wie es sich vielleicht anhört. Meine Empfehlung ist, die ersten Tage in einem günstigen Backpackers oder Youth Hostel zu verbringen (wird auf Wunsch von der Uni organisiert) und dann vor Ort auf Wohnungssuche zu gehen. Zimmer in einer WG sind eigentlich immer zu finden, allerdings gilt auch hier: Wer die Möglichkeit hat, schon eine Weile vor Semesterbeginn nach Melbourne zu fliegen, hat die größte Auswahl. Die Durchschnittsmiete für ein Zimmer liegt bei ungefähr 100-120 AUD (entspricht 60-75 €) pro Woche. Achtung, die Miete wird in Australien in der Regel nicht monatlich, sondern wöchentlich fällig!
Bei der Wohnungssuche hilft auch gerne die Uni weiter. DUSA (Deakin University Student Association) beschäftigt z.B. so eine Art eigenen „Immobilienmakler" und bis jetzt hat jeder ein Dach über dem Kopf gefunden.
Eine weitere Möglichkeit ist die „student residence", das Studentenwohnheim. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Campus und nimmt sowohl australische als auch ausländische Studenten auf. Allerdings ist die Nachfrage groß und ein Platz kann nicht garantiert werden, da besonders Erstsemester bevorzugt werden. Außerdem kostet ein Wohnplatz wesentlich mehr als ein Zimmer in einer privaten WG. Bewerbungsformulare für das Wohnheim gibt´s online über die website der Deakin Uni.
Die dritte Möglichkeit ist das International House, eine Art privates Studentenwohnheim nur für ausländische Studenten. Es ist zwar noch teurer, als die „student residence", ist dafür aber auch super ausgestattet mit eigenem Pool, Fitnessraum, Barbecue, Internetzugang etc. und nur zehn Minuten von der Uni entfernt. Auf jeden Fall ist das „I-House" ein toller Ort, um Leute aus aller Welt treffen. Ich persönlich hab nur gute Erinnerungen daran, weil ich dort meinen Freund kennengelernt habe ;o)!
Noch ein Hinweis für diejenigen, die vorhaben, in erster Linie das Melbourner Nachtleben zu studieren: In Burwood steppt nicht gerade der Bär! Hier herrscht „sweet suburbia" und von ein paar Restaurants abgesehen, ist Burwood ziemlich „trocken" – dafür aber eben ein guter Ort zum Studieren. Wer gerne abends weggehen will, sollte sich überlegen, eine Wohnung in einem der zentrumsnahen Vororte zu suchen. Camberwell mit seinen vielen, kleinen Kneipen ist z.B. bei Studenten beliebt, allerdings müsst ihr dann jedes Mal bis zur Uni 20-30 min. Fahrzeit mit der Tram einplanen und deren Preise sind wie schon gesagt ziemlich hoch.

6.) Reisen

…ist definitiv das Beste und Schönste, was man in Australien machen kann, vom Studieren natürlich mal abgesehen ;o). Dabei kann man auf Reisen auch ganz viel lernen, z.B. dass die Flut auch an den idyllischsten Stränden tückisch zuschlagen kann oder dass eine kleine, unscheinbare Wurzel einen Mazda samt Insassen für unbestimmte Zeit lahm legen kann! Außerdem sollte man nie die Entfernungen unterschätzen, vor allem, wenn man in abgelegenen Regionen unterwegs ist! Auf Handyempfang braucht ihr außerhalb der Städte und größeren Ortschaften auch nicht hoffen. Deshalb ist es sicherer, nicht alleine unterwegs zu sein und immer jemanden Bescheid zu sagen, wo man hin will und wann man wiederkommen wird. Australien ist fast so groß wie Europa und wer viel sehen will, sollte viel Zeit mitbringen. Allerdings muss man gar nicht so weit weg von Melbourne, um einige der schönsten Orte zu besuchen. Die Great Ocean Road mit den einmaligen „Twelve Apostles“ oder Phillipp Island, bekannt durch die allabendliche „Penguin-Parade“, sind in 1-2 Stunden zu erreichen und lohnen sich damit auch für einen Wochenendausflug. Wer lieber abseits vom üblichen Touristengewimmel auf Entdeckungsreise gehen will, dem empfehle ich Wilson´s Promontory, einen der schönsten australischen Nationalparks mit seinen versteckten Buchten und weißen Sandstränden. Wer gerne klettert oder wandert, ist in den Grampians, etwa 3-4 Stunden nordwestlich von Melbourne, genau richtig.
Auch preislich gesehen ist das Reisen in Australien günstiger als in Deutschland, vor allem wenn es um Campingausrüstung oder Mietwagen geht. Wer ein bisschen im Internet „recherchiert“, kann durchaus das eine oder andere Schnäppchen finden. Das Angebot an betreuten Touren und Ausflügen ist riesig, meist sind diese aber etwas teurer, als eine selbst organisierte Reise. Schaut z.B. mal auf der website von V-Line vorbei. Dort gibt es relativ günstige Zug- und Bustickets für ganz Victoria.
Auf jeden Fall solltet ihr die Angebote eurer Uni nutzen, denn diese bieten Reisen für ihre Studenten meist zu einem unschlagbaren Preis an. Die Deakin University Student Association (DUSA) bietet z.B. regelmäßig Trips ins Outback, nach Tasmanien, Neuseeland usw. an, während der „Beach Club“ der Deakin Uni monatlich die schönsten Strände rund um Melbourne abklappert.
Allen Reiselustigen empfehle ich, sich die aktuelle Australien-Ausgabe von lonely planet zu besorgen – auch wenn die ganz schön teuer ist. Aber dort findet ihr jedes noch so abgelegene Fleckchen und alle Infos, die ihr dazu braucht. Was nicht im lonely planet steht, ist eine Reise nicht wert!


Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht konnte euch einen ersten Eindruck vermitteln von dem, was euch in Australien erwartet. Ich kann nur jedem raten, diese Chance zu nutzen und wünsche allen viel Spaß und tolle Erlebnisse Bei weiteren Fragen könnt ihr mir gerne eine e-mail an tina.krauss@gmail.com schicken.

Tina


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Erfahrungsbericht - Hajo Zickermann



Durch die anfängliche Hilfe des Ranke-Heinemann-Institutes war ich in der Lage für ein Studienjahr in Australien zu leben und bin im Nachhinein super froh über diese Entscheidung.
In dem folgenden Bericht habe ich meine erste Massenmail von Australien mit eingebaut, um nicht den Eindruck zu vermitteln, dass immer alles perfekt läuft, was bei einer reiner Nachbetrachtung leicht den Anschein vermitteln kann. In den darauf folgenden Abschnitten gehe ich auf ein paar australische Gegebenheiten ein, die euch vielleicht helfen, die Situation besser einschätzen zu können.

E-mail-Ausschnitt nach einer Woche in Australien:
Wie es mir so gefällt, ist für mich momentan nicht einfach zu beantworten, da
ich es ja schließlich rechtfertigen muss, dass ich mich für 21 Stunden in
den Flieger gesetzt habe, um hierher zu kommen und dann auch noch ein Jahr
hier abhängen wollte oder will. Aber vielleicht ist nur aller Anfang schwer und
es wird mit der Zeit besser und besser. So erhoffe ich es mir auf jedenfall.

Nun möchte ich jedoch nicht den Eindruck hinterlassen, dass es mir hier
schlecht geht. Ich habe eine Wohnung gefunden mit einer netten Mitbewohnerin,
die Universität kümmert sich sehr intensiv um einen, so dass man schon mit
einigen Studenten in Kontakt gekommen ist, die auch alle nett sind und dafür
das Winter ist, habe wir jeden Tag milde 15 Grad. Wir Ihr seht, ist alles
rundum nett.

Das Problem ist wahrscheinlich nur, dass ich ein paar andere Bilder von Melbourne oder Australien im Kopf hatte. So musste ich nämlich feststellen, dass es dann doch nicht viel anders als in Deutschland (Hamburg) abläuft und aussieht, bis vielleicht auf den Strand mit der Palmenpromenade, wo ich mir leider aus finanziellen Gründen keine Unterkunft leisten konnte.

Das ich mir Melbourne anders vorgestellt habe als ich es vorgefunden habe, liegt wie nicht anders zu erwarten, an meiner wohl ein wenig spärlich ausgefallenen Recherche, die ich über Australien oder besser gesagt über Melbourne im vornherein eingeholt habe. Es gibt wie ich im Laufe des Jahres festgestellt habe, Ecken in Australien, die genauso sind, wie ich es mir vorgestellt habe: Strand, immer blauer Himmel, 25 Grad Durchschnittstemperatur, ... Leider lassen sich wenige von den genannten Assoziationen auf Melbourne anwenden, was aber nicht heißen soll, dass Melbourne keine schöne Stadt ist. Sie ist meines Erachtens nicht zu unrecht, als Nummer eins im Ranking für die am besten zu bewohnende Stadt der Welt ausgezeichnet worden. Es gibt tolle Sportveranstaltungen, schöne Shoppingmeilen, tausende Orte zum Weggehen, zum Besichtungen oder zum Entspannen. Es war bei mir nur der Fall, dass ich eigentlich andere Dinge in Australien vorhatte, während meines Aufenthaltes und somit sehr ernüchternd in meiner ersten E-Mail klinge.

Wie ich feststellen musste, verbringen die meisten internationalen Studenten ihre Freizeit mit anderen internationalen Studenten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie die gleichen Interessen während ihres Aufenthaltes besitzen. Gefördert wird dies von der Universität durch eine dreitägige Kennenlerntour. Sie findet unterschiedlich vom Semesteranfang einmal in einem Nationalpark oder in einem Surfgebiet statt. Meistens bilden sich dort schon die ersten Grüppchen, was aber nicht bedeutet, dass man ab diesem Zeitpunkt nur noch etwas mit diesen Personen zu tun hat. Im Laufe des Semesters lernt man eigentlich fast jeden internationalen Student kennen.
Durch außeruniversitäre Angebote, Gruppenarbeiten, die man an der Uni anfertigen muss sowie das Leben in Wohngemeinschaften, hat man aber auch sehr gute Möglichkeiten, die meist sehr gut gelaunten und immer entspannt wirkenden Australier kennen zu lernen.

Die universitären Angebote zum Sporttreiben sind im Vergleich zu deutschen Verhältnissen ziemlich mies. Es läuft im Endeffekt darauf hinaus, dass man sich selbst um sein Sportprogramm kümmern muss. Das stellt aber kein Problem dar, da viele Studenten sich in selbstorganisierten Gruppen treffen und die verschiedensten Sportarten betreiben.
Empfehlenswert sind die von der Universität angebotenen Kurse trotzdem, auch wenn es nicht viele sind. Besonders loben muss man als Fleischesser den Barbeque-Club, der zwei Mal in der Woche stattfindet. Man muss zu Beginn des Semesters die ungeheure Gebühr von umgerechnet drei Euro abdrücken, um sich von da an zwei Mal wöchentlich den Magen mit meistens Würstchen, aber am Ende auch mit unterschiedlichsten Fleischsorten (z.B. Kängaruhfleisch) vollschlagen zu dürfen.
Für die internationalen Studenten werden des weiteren Surftouren, Weinproben, Besichtigungen, Stadionbesuche und andere schöne Dinge angeboten. Diese Angebote sind sehr empfehlenswert, da man einerseits mit den internationalen Studenten in engen Kontakt gelangt und anderseits sich die Touren zu kleinen Erlebnishighlights entwickeln.

Einer der Hauptgründe für die internationalen Studenten nach Australien zu fahren, ist das
Reisen. Alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen, die ich in der Lage war aufzusuchen und zu genießen, würde den Rahmen des Erlebnisberichtes sprengen. Es sei nur kurz gesagt, dass ich jedem Studenten raten würde, sich Zeit vor, zwischen oder nach dem Semester zu nehmen, um die atemberaubenden Orte aufzusuchen, die Australien zu bieten hat. Es wird sich wahrscheinlich lohnen sich einen Reiseführer zu besorgen und die für einen selbst am besten geeigneten Plätze herauszusuchen, da jeder Menschen andere Vorlieben besitzt und Australien eigentlich für jeden Menschen irgend etwas zu bieten hat. Eine gute Möglichkeit besteht auch darin, das Reiseangebot der Universität anzunehmen. Am Ende jedes Semesters wird eine zweiwöchige Tour mit 40 anderen Studenten angeboten. Die Touren sind sehr begehrt und aus meiner Erfahrung auch sehr empfehlenswert.

Hätte nun fast vergessen etwas über die australischen Universitäten zu schreiben.
Das Leben an den dortigen Universitäten ist sehr angenehm. Es kann fast wie ein Dienstleistungsunternehmen bezeichnet werden, dass alles dafür tut, dass der Kunde, in diesem Fall der Student, den bestmöglichsten Service erhält. Alle Personen nehmen sich Zeit für einen und es gibt viele Extra-Angebote, die einem helfen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder in einigen Bereichen Probleme besitzt. Eine weitere Besonderheit liegt im Vergleich zu deutschen Universitäten in dem Anteil von Praxisbezügen während der Vorlesung. Während an deutschen Universitäten großer Wert auf wissenschaftliche Theorien gelegt wird, ist australischen Professoren es wichtiger, dass Wissen vermittelt wird, das sich auf die Praxis bezieht. Dies führt zu einem sehr anschaulichen und leicht verständlichen Unterricht. Ein weiterer Unterschied besteht in den vielen Seminararbeiten, die man während des Semesters anfertigen muss. In fast jedem Fach muss mindestens eine Seminararbeit angefertigt werden, was für die meisten deutschen Studenten sehr gewöhnungsbedürftig ist, da sie es gewohnt sind, während des Semesters viel Freizeit zu besitzen und erst zu Beginn der Prüfungsperiode ins Schwitzen zu geraten.

Ich hoffe, ich konnte eure Vorstellungskraft über das Leben, was euch in Australien (Melbourne) erwartet, ein wenig verbessern und kann somit nur jedem von euch viel Spaß bei eurem Australien-Abenteuer wünschen.

Hajo


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Erfahrungsbericht - Claudio Kullmann



Gerade bin ich mit dem Fahrrad am Rhein entlang von Köln nach Bonn gefahren. Völlig durchgeschwitzt liege ich nun am Ufer und versuche, dir einen brauchbaren Erfahrungsbericht zu schreiben. Die Verbindung zu Australien fällt mir eigentlich nicht schwer: Geschwitzt habe ich dort auch oft, aber genauso oft auch gefroren – das zum Thema, welche Klamotten du mitnehmen sollst. Falls du gerade auf deinem Koffer sitzen solltest und ihn nicht zubekommst: Pack die Hälfte wieder aus! Du willst doch in Downtown Melbourne auch mal shoppen geh’n, oder?

Aber soweit ist es ja noch nicht, du bist ja im Moment sicher noch in Deutschland. Bestimmt hast du genug Zeit für die Vorbereitungen eingeplant (ein halbes Jahr kam mir etwas knapp vor, selbst wenn man die meiste Zeit nur auf irgendetwas wartet!). Sicher fragst du auch überall zweimal nach, ob dir die Scheine auch wirklich anerkannt werden, deine Haftpflicht auch in Australien eine heruntergefallene Vase ersetzt und so weiter und so fort.

Aber nun bist du endlich da, sicher auch mit dieser seltsamen Mischung aus Unsicherheit und Vorfreude. Am Flughafen schnüffeln erst mal Hunde an deinem Gepäck herum. Sie suchen nicht nach Drogen, sondern nach Essen! Dummerweise hatte meine damalige Freundin mir heimlich noch einen kleinen Kuchen eingepackt, was ich erst fünf Uhr morgens in der Quarantänestation des Melbourner Flughafens erfuhr. Das hätte beinahe richtig Ärger gegeben! Also: Beachte die Einreisebestimmungen!

Als das geschafft war, konnte das Abenteuer beginnen! Und dazu kann ich eigentlich nicht viel schreiben, es war eben ‚unbeschreiblich’! Nur soviel: Nur keine Sorge vor dem Start in Australien. Vom Flughafen bis zum ersten Seminar wurde ich von einer netten einheimischen Kommilitonin beinahe schon ‚überbetreut’! Mit Erfolg: nach zwei Stunden hatte ich bereits ein neues Handy und nach zwei Tagen ein tolles Zimmer in Uninähe, ohne mir hierüber in Deutschland irgendwelche Gedanken gemacht zu haben. Und alle anderen Formalitäten haben wir nebenbei auch noch erledigt. Es wird dir also fast alles abgenommen, nur deine Freundin oder deinen Freund musst du schon selber vermissen. Aber keine Sorge, ich bin wirklich ein eher zurückhaltender Mensch, doch spätestens nach vier, fünf Tagen hatte ich genug Freunde gefunden…

Vielleicht noch ein paar praktische Infos in Kurzform:

Sonnencreme: Ist wirklich so wichtig, wie man immer hört. Selbst wenn die Sonne nicht scheint, kann man nach einer halben Stunde einen Sonnenbrand haben!

Auto mieten: Es lohnt sich, die ‚Yellow Pages’ genau durchzuschauen, da es jenseits der großen Firmen wirklich gute Angebote gibt!

Spinnen & Co: Tja, keine Ahnung, ich habe nie eine von den angeblich tellergroßen Viechern gesehen!

Seminare: Lass dir auf keinen Fall ein Seminar zu Australien entgehen!

Ernährung: Pass auf! Es gibt fast nur 250g-Tafeln Schokolade! Und Känguru-Fleisch ist nicht nur gesund, sondern auch lecker.

Bankkonto: Also ich hab keins gebraucht, die ec-Karte hat’s auch getan. Eine Kreditkarte dagegen ist sehr praktisch.


Aber nun gut, du sollst ja auch noch selbst genug zum Entdecken haben; ich wünsch dir jedenfalls viel Spaß und alles Gute in Australien!


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Bewerbung

Zuständig für Ihre Bewerbung ist das Institut Ranke-Heinemann.

Semestertermine

Semester 3/2010
Semesterbeginn:
15.11.2010
Semesterende:
25.02.2011

Fakten

Cricos code:
00113B

Anzahl Studierende:
19000

Anzahl ausländische Studierende:
2700

Stadt:
Melbourne

Bundesstaat:
Victoria

Website:
Deakin University

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